Veröffentlicht am 1 Kommentar

Warum ich trotz der Coronavirus-Pandemie nicht in Panik verfalle – Ein Schlachtplan

Die Coronavirus-Pandemie hat uns erreicht. Schulen und Kitas sind ab Montag in weiten Teilen Deutschlands geschlossen. 
Sicherlich werden Notfallpläne ausgearbeitet, wie Kinder von Pflegepersonal und einschlägige Berufsgruppen betreut werden können, damit unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. 
Doch was ist mit all den anderen Eltern? Die, die nicht zu diesen Berufsgruppen gehören? 

Als betroffene Mutter habe ich mir natürlich auch so meine Gedanken darüber gemacht, wie wir als Familie diese Zeit stemmen können. 

coolness coronavirus

Denn es heißt ja nicht nur, dass immer ein Elternteil zuhause sein muss. Vielmehr bedeutet das auch, dass völlig unerwartet unsere Nerven ziemlich strapaziert werden und wir unsere Kinder in einer Zeit, in der die Welt in Panik verfällt, irgendwie beschäftigen müssen. Und das mehrere Wochen am Stück. 

Meine ganze Arbeit ist darauf aufgebaut, den Menschen dabei zu helfen, positiveres Denken zu erlernen und in ihrem Leben umzusetzen. Da stellt sich logischerweise die Frage, wie ich das in den nächsten Wochen bewerkstelligen kann. Also, das Positivdenken. 

Ich bin ehrlich: Auch mich stellt das vor eine enorme Herausforderung. Doch in Panik zu verfallen ist keine Option. Das hilft weder uns als Eltern, noch unseren Kindern. 

Meine Strategie gegen einen Panikausbruch unter den Kindern:

  • Den jüngeren Kindern haben wir vorerst nur erklärt, dass Kindergarten und Schule jetzt ganz lange Ferien machen. 
  • Mit dem Großen haben wir offen über die Gefahren des Virus gesprochen. 

Unser Schlachtplan für die nächsten Wochen, während er Coronavirus-Pandemie

Wir haben einiges, was wir unter einen Hut bringen müssen. Kinder sind zuhause, der Papa hat einen Job und wird vorerst weiterarbeiten. Ich bin selbständig und kann meine Aufträge auch nicht einfach auf Eis legen und mal eben 5 Wochen lang nicht arbeiten. Außerdem sollte auch das Studium nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

Unser Plan sieht nun folgendermaßen aus: 

  1. Tägliche Routine beibehalten 

Eine tägliche Routine hilft den Kindern, im gewohnten Rhythmus zu bleiben. Das bedeutet, dass wir morgens aufstehen, frühstücken, uns anziehen. Und dann werden wir den Vormittag gemeinsam gestalten. 

       2.  Die Zeit nutzen und Schulwissen zu festigen, sowie an den Schwachstellen zu arbeiten

Die Schule geht trotz Coronavirus zuhause weiter! Ja, ich weiß. So mancher mag das übertrieben finden. Ich bin jedoch der absoluten Überzeugung, dass es den Kindern dabei helfen wird, nach der langen Zwangspause schneller wieder in den normalen Alltag zurück zu finden. Wir haben viele Möglichkeiten, um in dieser Zeit mit den Kindern zu lernen. Manche Schulen geben vielleicht gezielt Aufgaben auf, die die Kids zu erledigen haben. Also ist der Plan, dass wir den Stoff der letzten Zeit wiederholen und die Bereiche, die ihm Schwierigkeiten bereiten, gezielt üben. Abgesehen vom Lernen sind die Kinder beschäftigt und abgelenkt. 

       3. Ruhe bewahren

Damit unsere Kinder sich nicht von der sich ausbreitenden Panik anstecken lassen, ist es enorm wichtig, dass wir Eltern ruhig bleiben. Angst haben wir sicher fast alle. Doch wir müssen nicht in Panik verfallen. Hierzu gehört auch, sich nicht von Hamsterkäufen anstecken zu lassen und das Geld unnötig zu verpulvern. Klopapier muss man nicht zwingend im Haus haben. Ja, mit ist es einfacher. Aber: Solange aus dem Wasserhahn noch Wasser kommt, kann man auch einen Waschlappen benutzen. Unmengen an Klopapier zu bunkern ist völliger Quatsch. Wir verbreiten damit innerhalb des Haushalts nur unnötige Unruhe und Angst und verlieren den Fokus auf die Dinge, die jetzt wirklich wichtig sind.

       4. Lebensmittel mit Bedacht kaufen

In letzter Zeit sieht man immer mehr leere Regale in den Supermärkten. Allen voran das Nudelregal. Teilweise gähnende Leere. Leute denkt bitte mit! Kauft lieber Mehl in größeren Mengen direkt bei einer Mühle, dann könnt ihr zur Not Nudeln auch noch selbst machen und Brot backen, ohne das Haus verlassen zu müssen. Steckt euer Geld lieber in nahrhaftere Lebensmittel. Obst und Gemüse beispielsweise. Auch Tiefkühlkost und Dosenfutter ist nahrhafter, als wochenlang nur Nudeln mit Tomatensoße. Gemüse lässt sich blanchieren und einfrieren. Ihr könnte mit MealPrep wunderbar für eine ganze Woche vorkochen und seid dennoch gut und ausgewogen versorgt. Aber bitte kauft nicht einfach drauf los, nur weil alle anderen das auch machen. Gerade in einer solchen Zeit ist es besonders wichtig, dass du dich ausgewogen ernährst und dein Immunsystem stärkst. Eine gute Nahrungsmittelergänzung kann dein Immunsystem gerade in dieser Zeit unterstützen. Wenn du dich näher darüber informieren möchtest, kannst du das zum Beispiel hier tun.

      5. Auszeiten einplanen

Gerde momentan werden unsere Nerven extrem strapaziert. Wenn nicht durch die Kinder, dann mindestens durch die Medien. Alleine die staatlichen Maßnahmen, den Ausbruch des Coronavirus zu verlangsamen, zehren an den Nerven. Jetzt ist es besonders wichtig, dass ihr als Eltern Auszeiten einplant. Versucht noch viel mehr also sonst, regelmäßig einen Abend freizuhalten. Klar, Kino & Co. gehen gerade nicht. Aber ein abendliches Spaziergang an der frischen Luft, ein entspannendes Bad oder ein Candle-light-Dinner im Wohnzimmer wirken sehr entspannenden und stärken die Nerven. 

      6. Gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt

Deine Nachbarn sind in der Pflege oder ähnlichen Berufen tätig und können sich nicht so freischaufeln, wie sie es müssten? Dann helft zusammen und sprecht euch ab, wer wann die Kinder betreut. Für die Kinder ist es wichtig, dass sie nicht das Gefühl bekommen, total abgeschottet und eingesperrt zu sein. Große Menschenansammlungen sollten zwar vermieden werden, sich mit 2-3 Nachbarn zusammentun und gegenseitig die Kinderbetreuung sicherzustellen, hilft aber, das System am Laufen zu halten. 

Warum der Coronavirus euch als Familie auch stärken kann

Familienzeit Coronavirus

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob ich nicht mehr ganz bei Trost bin. Mag sein. Vielleicht bin ich ja wirklich zu optimistisch. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass wir diese aktuelle Krise auch für uns als Familie nutzen können. Denn wir haben teilweise sehr viel ungeplante Zeit. Zeit, die normalerweise vollgestopft ist mit Arbeiten, Sport, Hobbys nachgehen, verschiedene Vereine etc. 

Was glaubst du was passiert, wenn du als Mutter oder Vater, oder ihr gemeinsam, entscheidet, diese unerwartet freie gemeinsame Zeit zu nutzen um die Beziehungen in der Familie zu stärken? Holt Gesellschaftsspiele aus dem Keller und verbringt diese Zeit mit euren Kindern. Macht einmal pro Woche einen Familienabend (bevorzugt am Wochenende), an dem ihr gemeinsam länger aufbleibt und mit den Kindern etwas spielt. Lasst euch etwas einfallen, fragt die Kinder, wozu sie Lust haben und lasst euch vielleicht auch einmal auf ungewohnte Experimente ein.  Später werden eure Kinder die Zeit, in der der Cornavirus Deutschland überflutet hat, trotz all der Angst und vielleicht auch Trauer mit positiven Dingen verbinden.

Wie mit der Angst umgehen, wenn es Krankheitsfälle im Familien- oder Bekanntenkreis gibt?

So sehr, wie ich jedem von euch wünsche, dass ihr nicht in diese Situation kommt: Wir alle wissen, das niemand davor gewappnet ist und der Cornavirus jeden treffen kann. Solange die Erkrankung niemanden im engeren Kreis betrifft, bleibt man häufig noch ruhig. Doch spätestens bei der ersten Ansteckung in der Familie oder selbst dann, wenn man “nur” als Kontaktperson sicherheitshalber unter häusliche Quarantäne gestellt wurde, kommt die Angst hoch.

Mein Mann und ich leben ständig mit dem Gedanken, dass der Virus unsere Familie erreichen kann. Durch die Behinderung unserer Tochter und der Lungenerkrankung meines Mannes haben wir zwei Personen der Risikogruppe im direkten familiären Kreis. Trotzdem versuchen wir, ruhig zu bleiben. Panik macht’s nicht besser. Dennoch bin ich mir darüber im Klaren, dass wir eventuell damit umgehen können müssen, wenn einer aus der Familie ins Krankenhaus muss oder wir zumindest unter Quarantäne stehen sollten. 

Als überzeugter Christ lege ich meine Ängste jeden Tag aufs Neue in Gottes Hände. Ich werde mir darüber bewusst, dass NICHTS in meinem Leben passieren wird, was Gott nicht zulässt. Krisen kommen seit Beginn der Menschheitsgeschichte vor und auch Pandemien sind nichts Neues. Das, was neu ist, ist die Tatsache, dass es die Industrieländer selten so sehr erwischt, wie im aktuellen Fall. Wir leben in einer Zeit, in der unser Glaube immer stärker auf die Probe gestellt wird. Trotzdem ist es wichtig, dass wir uns fokussieren und darauf vertrauen, dass Gott alles unter Kontrolle hat. 

In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du durchhältst, gesund bleibst und gestärkt aus den nächsten Wochen herausgehen wirst. 

Deine Melanie 

Ein Gedanke zu „Warum ich trotz der Coronavirus-Pandemie nicht in Panik verfalle – Ein Schlachtplan

  1. “Schlachtplan” gefällt mir gut. Denn es ist eine Schlacht. Was mich am meisten überrascht hat, war die Art und Weise in der die zusätzliche freie Zeit durch Ängste und Sorgen “verpulvert” wurde.
    Ich musste richtig dagegen ankämpfen – und habe nicht immer gewonnen, meistens nicht.
    Umso besser erkenne ich, wie notwendig es ist, gut ausgerüstet zu sein, mit den richtigen Gedanken, so wie du sagst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.