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HERR wie lange noch? – Ist deine Geduld auch oft überstrapaziert?

Herr, schenke mir Geduld. Aber bitte sofort! 

Erst kürzlich habe ich darüber nachgedacht, warum es manchmal ewig dauert, bis sich eine Situation endlich verändert. Manchmal scheint es unendlich lange zu dauern. Wir versuchen immer und immer wieder selbst loszulegen, sind wir uns doch sicher, dass es der richtige Weg ist. Und doch laufen wir ständig gegen eine Wand. Wenn das passiert könnte man fast meinen, Gott hat einen vergessen. Geduld? Weit gefehlt!

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Mir geht das zumindest immer wieder so. Ich suche den Grund für die verschlossene Türe dann häufig bei mir und denke, dass ich vielleicht doch auf dem Holzweg bin und Gott nicht richtig gehört hatte. Dass dieser Weg, den ich vorhatte zu gehen, mein eigener Gedanke war und ich deshalb laufend gegen verschlossene Türen renne. David hatte in seinem Leben auch solche Situationen. Momente, in denen seine Geduld extrem auf die Probe gestellt wurde. Der Psalm, über den ich hier sprechen möchte, handelt von solch einer Situation.

PSALM 13

HERR, wie lange willst du mein so gar vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir? Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ängstigen in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben? Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht dem Tode entschlafe, dass nicht mein Feind rühme, er sei mein mächtig geworden, und meine Widersacher sich nicht freuen, dass ich niederlage. Ich hoffe aber darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut. 

 

David schreit zu Beginn des Psalmes wieder einmal laut zu Gott. Viermal kommt die Fragestellung „Wie lange“ in diesem kurzen Lied vor. Daran lässt sich erkennen, wie wichtig David diese Frage war. Er wollte von Gott wissen, wie lange Gott sich noch vor ihm verbirgt und der Feind die Oberhand hat.

Geduld kannst du lernen

„Herr, schenke mir Geduld. Aber bitte möglichst schnell!“ Kennst du diesen Ausspruch auch aus deinem Leben? Ich bin mir sicher, dass jeder von uns schon mehrfach in seinem Leben stark an der Geduld, die er aufbringen musste, zu knabbern hatte. Mir geht es immer wieder so. Geduld ist etwas, was sich durch das ganze Leben zieht. Und wir müssen immer wieder neu lernen, damit umzugehen, dass manche Dinge einfach Zeit brauchen. Wenn ich mich mit anderen Christen darüber unterhalte, höre ich oft heraus, dass etwas nicht so schnell vorangeht, wie sie sich das vorstellen. Zum Beispiel im Bereich Mitarbeit in der Gemeinde. Manchmal möchte man gerne in einem bestimmten Bereich mitarbeiten. Aus verschiedenen Gründen klappt es nicht und dann steht die Frage im Raum, warum es nichts wird. 

Vertraue auf Gott – er weiß was er tut!

Dieses “Warum” lässt sich auch mit der Frage “Wie lange?” gleichsetzen. Wie lange dauert noch, bis ich endlich da mitarbeiten kann wo ich möchte? Vielleicht stehst du ja selbst gerade an so einem Punkt in deinem Leben? Wenn ja, hast du dir schon einmal überlegt, dass es vielleicht gerade nicht der richtige Zeitpunkt ist, um in genau diesem Bereich einzusteigen?

Manchmal zögert Gott die Dinge einfach so lange hinaus, bis wir selbst die nötige Reife haben. Und dann, wenn wir genug gelernt haben und Gott ausreichend an uns und unserer Reife gearbeitet hat, geht es plötzlich ganz locker und leicht. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, lässt sich die Frage „Wie lange?“ mit nur einem Wort beantworten: JETZT!

Zum Nachdenken

1. Lies noch einmal den Psalm in Ruhe durch und fokussiere dich auf die Frage „Wie lange?“ Kannst du eine konkrete Situation in deinem Leben benennen, in der du noch darauf wartest, dass Gott endlich eingreift?

2. Jetzt nimm dir Prediger 3,1-15 vor und vergleiche was hier steht mit der Frage „Wie lange?“ Könnte das vielleicht eine Antwort darauf sein?

3. Wenn du ein Notizbuch benötigst, kannst du dir das Think-Positive – Notizbuch gerne direkt bei Amazon kaufen.

Ich wünsche dir viel Geduld dabei, dich in Geduld zu üben und geduldig auszuharren, bis du gelernt hast, wie man sich in Geduld übt. 

Deine Melanie 

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2 Gedanken zu „HERR wie lange noch? – Ist deine Geduld auch oft überstrapaziert?

  1. Das stimmt. Alles hat seine Stunde. Alles seine bestimmte Zeit. Danke für diese Einsicht.
    Und doch… wie denkst du wenn du zum Beispiel um etwas betest und es passiert nichts und du weißt, wenn es nicht passiert, dann gibt es Konsequenzen und du musst irgend etwas tun und du möchtest auf keinen Fall noch einen Ismael in die Welt setzten, aber du musst etwas tun, Entscheidungen treffen… Wie denkt der neue Mensch?

    1. Liebe Maria,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Wie denkt der Mensch in der heutigen Zeit? Das ist eine gute und absolut berechtigte Frage.
      Ich kann hier natürlich nur für mich sprechen, doch ich bin davon überzeugt, dass auch ein Schweigen Gottes in bestimmten Situationen einen Grund hat. Sicherlich ist es nicht immer einfach, wenn wir für etwas beten und vermeintlich keine Antwort von Gott kommt.
      Manchmal überhören wir seine Antwort jedoch einfach nur, weil wir selbst die ganze Zeit sprechen. Gebet bedeutet auch, hinzuhören, was Gott zu sagen hat. Ein anderes Mal kann es sein, dass wir an einer Kreuzung stehen und mehrere Wege zum Ziel führen. Gott kann das sehen, wir aber nicht. Nicht immer gibt es nur ein Richtig oder Falsch.
      Und manchmal ist es einfach das Bauchgefühl, auf das wir hören sollten. Ich selbst war früher stark Kopfgesteuert. Ich habe mich einfach nicht getraut, mich auf mein Bauchgefühl, meine Intuition zu verlassen und darauf aufbauend Entscheidungen zu treffen. Die Intuition, oder auch Bauchgefühl genannt, ist eine Herzensentscheidung. Und wenn Gott in deinem Herzen seinen festen Platz hat, dann kannst du dich auch nach deinem Herzen richten. Das ist nicht immer einfach und muss gerade Anfangs erst eingeübt, erlernt, werden. Doch mit der Zeit bekommt man ein sehr gutes Gefühl dafür, welche Stimme von Gott ist und welche nicht.
      Ich wünsche dir alles Gute und Gottes Segen,
      Melanie

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