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Glaubenskrise – Eine Chance?

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einem regelrecht den Boden unter den Füßen wegreißen und in eine tiefe Glaubenskrise stürzen. Menschen sagen etwas zu dir, bewusst oder unbewusst, und in dir löst diese Aussage eine regelrechte Krise aus. Mir ging es erst dieses Jahr so. Eine Phase, in der bei vielen Menschen durch den langen Lock Down die Nerven blank lagen, führte zu einer der schwersten Glaubenskrisen meines Lebens.
Auslöser war ein einziger Satz. Ein Satz, der eigentlich positiv gemeint war, bei mir aber eine alte Verletzung aufgerissen und mich in eine der schwersten Glaubenskrisen gestürzt hatte, die ich jemals erlebt habe.

 

Glaubenskrise

Dabei geht es gar nicht so sehr um die Frage, was genau vorgefallen war. Viel wichtiger ist, warum dieser eine Satz dazu führen konnte, dass ich in eine solch tiefe Krise gefallen war. Und warum hat Gott diese Krise zugelassen?

Schließlich hätte das auch dazu führen können, dass ich vom Glauben abfalle, mich wieder von Gott abwende und damit vielleicht sogar meine Ehe gefährdet hätte.

Gott hätte ja verhindern können, dass dieser Satz überhaupt ausgesprochen wird. Er ist allmächtig und kann doch sicher auch steuern, was jemand ausspricht – und was nicht.
Ja, das hätte er. Er hat es aber nicht. Und das hat auch einen Grund.

Nicht immer finden wir diese Gründe sofort heraus und manchmal verstehen wir nie, warum Gott bestimmte Situationen zulässt.

Wenn Angst das Leben bestimmt – Verborgene Gefühle

Als ich vor 3 Jahren damit begonnen habe, über das Thema „Geistlichen Missbrauch“ zu recherchieren und mich nach mehreren Monaten der Recherche und Begleitung durch eine Bekannte entschieden hatte, der Heimatgemeinde meines Mannes eine Chance zu geben, bin ich einen für mich sehr großen, und gleichzeitig sehr schweren, Schritt gegangen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich mit Tränen in den Augen und einem hochroten Kopf vor der Gemeinde stand und ich mir teilweise völlig fremde Menschen gebeten habe, mir zu helfen. Mir war klar, dass ich nur in der Lage sein werde Halt zu finden, wenn die Menschen in meinem Umfeld von meiner Vergangenheit wussten. Doch was mich in den darauffolgenden Jahren erwarten würde, darauf war ich nicht im Geringsten vorbereitet.

Ein Auf und Ab der Gefühle folgte und im Frühjahr 2020 war ich der Überzeugung, die schwierige Anfangsphase überstanden zu haben.

Doch eines hatte ich noch nicht überwunden: Angst!

Die Angst, dass irgendetwas passiert, ich Hilfe benötige und stattdessen alleingelassen werde. Diese Angst war immer präsent und hat mein Leben nach wie vor bestimmt.

An manchen Tagen war ich wie gelähmt, kam innerlich kaum zur Ruhe und konnte oft nächtelang nicht richtig schlafen. Nachdem ich nahezu mein ganzes Leben lang gelernt hatte, Gefühle zu verbergen, war ich auch diesmal in der Lage, mein Gefühlsleben zu verstecken und zeigte mich von der gutgelaunten, optimistischen Seite. Monatelang hat niemand bemerkt, wie es mir wirklich ging.

Die Glaubenskrise wird zur Bewährungsprobe – Gott bricht den Widerstand         

Und dann ist dieser eine Satz gefallen. Gut gemeint, sollte er eigentlich den Beginn von etwas signalisieren, auf das ich lange gewartet hatte.

Doch anstatt das positive darin zu sehen, befand ich mich von jetzt auf gleich in einer Situation, die nahezu 1:1 schon einmal passiert war. Und es fiel fast wörtlich derselbe Satz, der mich vor 20 Jahren geradewegs in einen Alptraum manövriert hatte.

Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie ich mich gefühlt habe. Panik kam hoch, ich hatte das Gefühl, dass mir jemand den Boden unter den Füßen weggerissen hatte und ich in ein unendlich tiefes Loch fiel. Kein Halt, nichts, was greifbar gewesen wäre.

Mein Vertrauen in Gott war auf einem absoluten Tiefpunkt. Ich war drauf und dran, alles hinzuschmeißen.

Dann allerdings hat Gott mich an etwas erinnert. Vor rund 2,5 Jahren habe ich eine Predigt gehört mit dem Titel „Jetzt reicht´s!“. Wir kennen diesen Ausruf. Häufig in Zusammenhang mit unseren Kindern oder dann, wenn Dinge nicht so laufen, wie sie laufen sollten.

Doch bei dieser Predigt gab Gott mir eine Zusage. Der Prediger hatte damals aus diesem Ausruf eine Zusage gemacht. Der Satz „Es reicht, das was du erlebt hast, liegt hinter dir. Es ist vorbei!“ klingt mir noch heute in den Ohren. Denn mit diesem Satz hat Gott mir zugesagt, dass alles, was in der Vergangenheit geschehen ist, vorbei ist.

Als ich im März dann in dieser schweren Krise war, habe ich Gott an seine Zusage genagelt (ja, das dürfen wir machen!) und das Gespräch mit der Person gesucht, die diesen Satz ausgesprochen hatte.

Gott hatte meinen inneren Widerstand gebrochen!

So wurde die Glaubenskrise zum Neuanfang

Ja, die Krise war heftig. Die Monate, die auf diesen Zusammenbruch folgten, haben aber auch gezeigt, dass Gott seine Zusage einhält.

Ich hatte erwartet, dass Menschen mich fallen lassen und ich alleine dastehe. Das ich wieder einmal als Einzelkämpfer bestehen muss, ich von anderen verurteilt werde und mir mein Glaube an Gott abgesprochen wird.

Das, was ich erlebt habe, war allerdings genau das Gegenteil.

In dem Moment, in dem ich Gottes Zusage für mein Leben angenommen und ihm und den Menschen in meinem Umfeld einen Vertrauensvorschuss gegeben habe, hat sich ein Netz unter mir aufgespannt in das ich fallen konnte.

Da waren Menschen, die sich innerhalb weniger Minuten für mich Zeit genommen haben, um mir zuzuhören. Menschen, die sich im richtigen Moment nicht abwimmeln haben lassen, als noch einmal Panik aufkam und ich weglaufen wollte.

Zum ersten Mal in meinem Leben wurde mir erklärt, dass es ok ist, zu zweifeln. Dass es in Ordnung ist, wenn der Glaube mal nicht so stark ist und man mit Gott hadert.

Da waren Menschen, die mich im Gebet getragen haben und ich durfte eine Liebe und Geborgenheit spüren, wie ich sie bis dahin nicht kannte.

Darum lässt Gott Glaubenskrisen zu

Fragst du dich manchmal, warum Gott es zulässt, dass wir Glaubenskrisen durchleben und unser ganzes Leben dadurch aus den Fugen gerät?

Ich kann heute nicht für jeden Menschen sprechen, nur für mich.

Aber ich kann dir sagen, dass Gott immer einen Grund hat, warum er diese Krisen in deinem Leben zulässt.

In meinem Leben war diese schwere Glaubenskrise notwendig, damit mein letzter innerer Widerstand gebrochen wurde und mein Vertrauen in Gott wiederhergestellt werden konnte.

Und wenn du dich in der Bibel umschaust, dann wird dir schnell auffallen, dass bereits lange vor Jesu Geburt Menschen in schwere Krisen geraten sind und dadurch eine tiefere Beziehung zu Gott aufbauen konnten.

Noch vor wenigen Monaten hat Angst mein Leben bestimmt. Eine Angst, die mich zeitweise gelähmt und davon abgehalten hat, im Glauben zu wachsen und Menschen dabei zu helfen, näher zu Gott zu finden.

Heute bin ich frei von dieser Angst und durfte erleben, dass Gott mich in eine Gemeinde gestellt hat, in der mein gebrochenes und verletztes Herz heilen durfte und sicher auch noch weiter heilen darf.

Und wenn du dich mal in einer schweren Glaubenskrise befindest, dann erinnere dich daran, dass Gott alles in der Hand hat. Auch dich!

Das bin ich

Glaubenskrise heiliger geist mastermind wartest Natur Seelsorge Resilienz Think positive ! Das Charakter-Umprogrammierprogramm frei

Das bin ich:
Ich heiße Melanie, bin fast 41 Jahre alt, habe drei wundervolle Kinder und einen ebenso wundervollen Ehemann. Beheimatet bin ich in Treuchtlingen und nenne die Landeskirchliche Gemeinschaft mein geistliches Zuhause.

Mein Ausbildung:
Familienberaterin seit 2008.
Aktuell: Theologiestudium

Meine Vision:
Ich helfe Menschen, die Fesseln der Vergangenheit zu lösen und in ihre Berufung einzutreten. In Form von Workshops, Einzelberatung und über Bücher. In naher Zukunft kannst du auch Podcasts von mir hören und meine Bücher als Hörbuch downloaden.

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Corona aus dem Blickwinkel der Natur

Schlägt die Natur zurück? 

In den vergangenen Wochen haben sich die Ereignisse auf der ganzen Erde derart überschlagen, dass sich viele Menschen noch in der Schockstarre befinden. Während die jüngere Generation den Ernst der Lage noch nicht verstanden zu haben scheint, bangen viele andere Menschen um ihre berufliche Existenz. 

Natur

Ich habe mir in den letzten Tagen viele Gedanken darüber gemacht, wozu so eine Pandemie gut sein kann. Denn sind wir mal ehrlich: Es werden sich zwar vermutlich bis zu 80% der Bevölkerung rund um den Erdball infizieren, gefährlich wird er aber “nur” für die Risikogruppen. Bitte nicht falsch verstehen! Ich habe selbst eine Person der Risikogruppe unter meinen Kindern, weswegen wir uns schon vor 2 Wochen freiwillig größtenteils isoliert haben. Auch haben wir alle Eltern oder Großeltern, die zu dieser Gruppe gehören. Und diese Gruppen müssen wir schützen! Das steht außer Frage. Dennoch wird der größte Teil der Bevölkerung vermutlich ohne Spätfolgen vollständig ausheilen. 

Was hat die Erde davon?

Um zu klären, was die Natur von einer Pandemie mit solch einem Ausmaß hat, sollten wir erst einmal festlegen, was genau alles zur Natur gehört: 

  • Tiere
  • Pflanzen
  • Gewässer jeglicher Art
  • Menschen
  • Luft, inkl. Ozonschicht

Ja, die Welt steht im übertragenen Sinne still. Doch ist das nicht genau das, wofür wir schon so lange kämpfen? 
Wird nicht weltweit gefordert, dass der Umweltschutz stärker in den Fokus rückt? War es nicht unser Ziel, Gewässer von Schmutz zu befreien, die Luft zu reinigen? Haben nicht immer mehr Menschen darüber geklagt, dass sie kaum Zeit für Freizeit haben? Burnout ist zur Volkskrankheit geworden. Immer mehr Arbeit, immer mehr Überstunden. Haben wir uns nicht darüber aufgeregt, dass der Ölpreis derart in die Höhe gegangen ist, dass Autofahren mehr und mehr zum Luxus wurde? 

Kinder wurden immer häufiger so viel wie möglich in Fremdbetreuung gegeben, damit beide Eltern arbeiten können. Unabhängig davon, ob es nötig ist, oder auch anders gegangen wäre: Kinder brauchen Zeit mit ihren Eltern! 

Die Natur schlägt zurück!

Der Corona-Virus trifft uns hart. Aber nicht, weil so viele Menschen sterben würden. Ja, es sterben definitiv zu viele Menschen und wir müssen alles dransetzen, um unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren. Nur so kann verhindert werden, dass Ärzte Entscheidungen treffen müssen, die sie nicht treffen wollen. 

Doch blicken wir einmal aus dem Blickwinkel der Natur auf den Virus, dann schaut die Sache ganz anders aus: 

  • Gewässer reinigen sich von selbst! 
    Die Kanäle in Venedig haben so klares Wasser, dass man die Fische am Boden schwimmen sehen kann.
  • Tiere bekommen ihren natürlichen Lebensraum zurück!
    Viele Tiere, die sich üblicherweise tief in den Wäldern verstecken oder in Ölverseuchten Ozeanen qualvoll verenden, haben endlich wieder eine Chance, sich freier zu bewegen. 
  • Der Ölpreis hat sich erholt!
    Ich habe gestern erst einen Benzinpreis von 1,24€ gesehen. Es ist lange her, dass wir zuletzt solche Preise gesehen haben. 
  • Die Luft kann sich reinigen!
    Durch den Stillstand ist nur noch ein Bruchteil der Autos und LKW´s auf den Straßen unterwegs. Die Luft hat eine Chance, sich zu erholen. 
  • Die Arbeitswelt wird entschleunigt! 
    Ja, auch wir sind von der Kurzarbeit betroffen. Auch wir müssen zusehen, wie wir mit dem Geld, was uns bleibt, zurecht kommen. Doch mal ganz ehrlich: Plötzlich haben wir etwas, was wir lange vermisst haben: ZEIT! Viele Menschen arbeiten zwar Zuhause im Homeoffice. Trotzdem haben wir deutlich mehr Zeit, die wir als Familie zusammen verbringen. Unsere Kinder sind ebenfalls zuhause und wollen beschäftigt werden.
  • Die Digitalisierung schreitet in einem Ausmaß voran, wie es noch vor wenigen Wochen nicht im Geringsten denkbar gewesen wäre!
    Universitäten richten Online-Hörsäle ein, Unternehmen treffen sich in Webinars und halten ihre Meetings über Plattformen wie Zoom ab. Keine unnötigen Geschäftsreisen, keine Flieger, die nur für das Business abheben müssen.
  • Kinder können zuhause lernen und in ihrem Tempo vorankommen!
    Weit ab vom Schulstress haben sie die Möglichkeit, sich Wissen anzueignen, Fähigkeiten zu trainieren und selbständiger zu werden.

Wenn die Natur sich holt, was sie braucht

Ich bin überzeugt davon, dass dieser Virus, so erschreckend wie es für uns ist, eine Warnung der Natur ist. Die Natur schlägt zurück. Und dass in einem Ausmaß, wie vor allem wir Menschen aus den Industrieländern nie damit gerechnet haben. 

Die Natur braucht dringend eine Erholungspause von uns Menschen. Sie benötigt dringend die Chance, sich zu reinigen und wieder zu Kräften zu kommen. 

Es wird Zeit, dass wir dazu gezwungen wurden zu verstehen, dass die Digitalisierung durchaus sinnvoll ist und in unserem modernen Zeitalter viele Dinge möglich sind, ohne ständig kreuz und quer durch die Welt zu reißen. Es wird Zeit, dass unser Schulsystem gekippt wird und unsere Familien wieder mehr Zeit füreinander bekommen. 

Nutzen wir die Chance?

Ich wünsche mir sehr, dass die  Menschheit diesen Warnschuss der Natur hört und ihn nicht ignoriert. 

Hoffen wir, dass unsere Politiker lernen zu verstehen, dass es Zeit wird, so einiges in unserem Land zu ändern. 

Beten wir, dass die Menschheit diese Chance nutzt und sich wieder auf die Dinge fokussiert, die wirklich wichtig sind. 

Ich wünsche mir, dass die Solidarität, die ich aktuell erlebe, wieder neu in unsere Gesellschaft einzieht und auch nach der Krise aufrechterhalten bleibt. 

Das bin ich

Glaubenskrise heiliger geist mastermind wartest Natur Seelsorge Resilienz Think positive ! Das Charakter-Umprogrammierprogramm frei

Das bin ich:
Ich heiße Melanie, bin 39 Jahre alt, habe drei wundervolle Kinder und einen ebenso wundervollen Ehemann. Beheimatet bin ich in Treuchtlingen und nenne die Landeskirchliche Gemeinschaft mein geistliches Zuhause.

Mein Ausbildung:
Familienberaterin seit 2008.
Aktuell: Theologiestudium

Meine Vision:
Ich helfe Menschen, die Fesseln der Vergangenheit zu lösen und in ihre Berufung einzutreten. In Form von Workshops, Einzelberatung und über Bücher. In naher Zukunft kannst du auch Podcasts von mir hören und meine Bücher als Hörbuch downloaden.

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Warum ich trotz der Coronavirus-Pandemie nicht in Panik verfalle – Ein Schlachtplan

Die Coronavirus-Pandemie hat uns erreicht. Schulen und Kitas sind ab Montag in weiten Teilen Deutschlands geschlossen. 
Sicherlich werden Notfallpläne ausgearbeitet, wie Kinder von Pflegepersonal und einschlägige Berufsgruppen betreut werden können, damit unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. 
Doch was ist mit all den anderen Eltern? Die, die nicht zu diesen Berufsgruppen gehören? 

Als betroffene Mutter habe ich mir natürlich auch so meine Gedanken darüber gemacht, wie wir als Familie diese Zeit stemmen können. 

coolness coronavirus

Denn es heißt ja nicht nur, dass immer ein Elternteil zuhause sein muss. Vielmehr bedeutet das auch, dass völlig unerwartet unsere Nerven ziemlich strapaziert werden und wir unsere Kinder in einer Zeit, in der die Welt in Panik verfällt, irgendwie beschäftigen müssen. Und das mehrere Wochen am Stück. 

Meine ganze Arbeit ist darauf aufgebaut, den Menschen dabei zu helfen, positiveres Denken zu erlernen und in ihrem Leben umzusetzen. Da stellt sich logischerweise die Frage, wie ich das in den nächsten Wochen bewerkstelligen kann. Also, das Positivdenken. 

Ich bin ehrlich: Auch mich stellt das vor eine enorme Herausforderung. Doch in Panik zu verfallen ist keine Option. Das hilft weder uns als Eltern, noch unseren Kindern. 

Meine Strategie gegen einen Panikausbruch unter den Kindern:

  • Den jüngeren Kindern haben wir vorerst nur erklärt, dass Kindergarten und Schule jetzt ganz lange Ferien machen. 
  • Mit dem Großen haben wir offen über die Gefahren des Virus gesprochen. 

Unser Schlachtplan für die nächsten Wochen, während er Coronavirus-Pandemie

Wir haben einiges, was wir unter einen Hut bringen müssen. Kinder sind zuhause, der Papa hat einen Job und wird vorerst weiterarbeiten. Ich bin selbständig und kann meine Aufträge auch nicht einfach auf Eis legen und mal eben 5 Wochen lang nicht arbeiten. Außerdem sollte auch das Studium nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

Unser Plan sieht nun folgendermaßen aus: 

  1. Tägliche Routine beibehalten 

Eine tägliche Routine hilft den Kindern, im gewohnten Rhythmus zu bleiben. Das bedeutet, dass wir morgens aufstehen, frühstücken, uns anziehen. Und dann werden wir den Vormittag gemeinsam gestalten. 

       2.  Die Zeit nutzen und Schulwissen zu festigen, sowie an den Schwachstellen zu arbeiten

Die Schule geht trotz Coronavirus zuhause weiter! Ja, ich weiß. So mancher mag das übertrieben finden. Ich bin jedoch der absoluten Überzeugung, dass es den Kindern dabei helfen wird, nach der langen Zwangspause schneller wieder in den normalen Alltag zurück zu finden. Wir haben viele Möglichkeiten, um in dieser Zeit mit den Kindern zu lernen. Manche Schulen geben vielleicht gezielt Aufgaben auf, die die Kids zu erledigen haben. Also ist der Plan, dass wir den Stoff der letzten Zeit wiederholen und die Bereiche, die ihm Schwierigkeiten bereiten, gezielt üben. Abgesehen vom Lernen sind die Kinder beschäftigt und abgelenkt. 

       3. Ruhe bewahren

Damit unsere Kinder sich nicht von der sich ausbreitenden Panik anstecken lassen, ist es enorm wichtig, dass wir Eltern ruhig bleiben. Angst haben wir sicher fast alle. Doch wir müssen nicht in Panik verfallen. Hierzu gehört auch, sich nicht von Hamsterkäufen anstecken zu lassen und das Geld unnötig zu verpulvern. Klopapier muss man nicht zwingend im Haus haben. Ja, mit ist es einfacher. Aber: Solange aus dem Wasserhahn noch Wasser kommt, kann man auch einen Waschlappen benutzen. Unmengen an Klopapier zu bunkern ist völliger Quatsch. Wir verbreiten damit innerhalb des Haushalts nur unnötige Unruhe und Angst und verlieren den Fokus auf die Dinge, die jetzt wirklich wichtig sind.

       4. Lebensmittel mit Bedacht kaufen

In letzter Zeit sieht man immer mehr leere Regale in den Supermärkten. Allen voran das Nudelregal. Teilweise gähnende Leere. Leute denkt bitte mit! Kauft lieber Mehl in größeren Mengen direkt bei einer Mühle, dann könnt ihr zur Not Nudeln auch noch selbst machen und Brot backen, ohne das Haus verlassen zu müssen. Steckt euer Geld lieber in nahrhaftere Lebensmittel. Obst und Gemüse beispielsweise. Auch Tiefkühlkost und Dosenfutter ist nahrhafter, als wochenlang nur Nudeln mit Tomatensoße. Gemüse lässt sich blanchieren und einfrieren. Ihr könnte mit MealPrep wunderbar für eine ganze Woche vorkochen und seid dennoch gut und ausgewogen versorgt. Aber bitte kauft nicht einfach drauf los, nur weil alle anderen das auch machen. Gerade in einer solchen Zeit ist es besonders wichtig, dass du dich ausgewogen ernährst und dein Immunsystem stärkst. Eine gute Nahrungsmittelergänzung kann dein Immunsystem gerade in dieser Zeit unterstützen. Wenn du dich näher darüber informieren möchtest, kannst du das zum Beispiel hier tun.

      5. Auszeiten einplanen

Gerde momentan werden unsere Nerven extrem strapaziert. Wenn nicht durch die Kinder, dann mindestens durch die Medien. Alleine die staatlichen Maßnahmen, den Ausbruch des Coronavirus zu verlangsamen, zehren an den Nerven. Jetzt ist es besonders wichtig, dass ihr als Eltern Auszeiten einplant. Versucht noch viel mehr also sonst, regelmäßig einen Abend freizuhalten. Klar, Kino & Co. gehen gerade nicht. Aber ein abendliches Spaziergang an der frischen Luft, ein entspannendes Bad oder ein Candle-light-Dinner im Wohnzimmer wirken sehr entspannenden und stärken die Nerven. 

      6. Gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt

Deine Nachbarn sind in der Pflege oder ähnlichen Berufen tätig und können sich nicht so freischaufeln, wie sie es müssten? Dann helft zusammen und sprecht euch ab, wer wann die Kinder betreut. Für die Kinder ist es wichtig, dass sie nicht das Gefühl bekommen, total abgeschottet und eingesperrt zu sein. Große Menschenansammlungen sollten zwar vermieden werden, sich mit 2-3 Nachbarn zusammentun und gegenseitig die Kinderbetreuung sicherzustellen, hilft aber, das System am Laufen zu halten. 

Warum der Coronavirus euch als Familie auch stärken kann

Familienzeit Coronavirus

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob ich nicht mehr ganz bei Trost bin. Mag sein. Vielleicht bin ich ja wirklich zu optimistisch. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass wir diese aktuelle Krise auch für uns als Familie nutzen können. Denn wir haben teilweise sehr viel ungeplante Zeit. Zeit, die normalerweise vollgestopft ist mit Arbeiten, Sport, Hobbys nachgehen, verschiedene Vereine etc. 

Was glaubst du was passiert, wenn du als Mutter oder Vater, oder ihr gemeinsam, entscheidet, diese unerwartet freie gemeinsame Zeit zu nutzen um die Beziehungen in der Familie zu stärken? Holt Gesellschaftsspiele aus dem Keller und verbringt diese Zeit mit euren Kindern. Macht einmal pro Woche einen Familienabend (bevorzugt am Wochenende), an dem ihr gemeinsam länger aufbleibt und mit den Kindern etwas spielt. Lasst euch etwas einfallen, fragt die Kinder, wozu sie Lust haben und lasst euch vielleicht auch einmal auf ungewohnte Experimente ein.  Später werden eure Kinder die Zeit, in der der Cornavirus Deutschland überflutet hat, trotz all der Angst und vielleicht auch Trauer mit positiven Dingen verbinden.

Wie mit der Angst umgehen, wenn es Krankheitsfälle im Familien- oder Bekanntenkreis gibt?

So sehr, wie ich jedem von euch wünsche, dass ihr nicht in diese Situation kommt: Wir alle wissen, das niemand davor gewappnet ist und der Cornavirus jeden treffen kann. Solange die Erkrankung niemanden im engeren Kreis betrifft, bleibt man häufig noch ruhig. Doch spätestens bei der ersten Ansteckung in der Familie oder selbst dann, wenn man “nur” als Kontaktperson sicherheitshalber unter häusliche Quarantäne gestellt wurde, kommt die Angst hoch.

Mein Mann und ich leben ständig mit dem Gedanken, dass der Virus unsere Familie erreichen kann. Durch die Behinderung unserer Tochter und der Lungenerkrankung meines Mannes haben wir zwei Personen der Risikogruppe im direkten familiären Kreis. Trotzdem versuchen wir, ruhig zu bleiben. Panik macht’s nicht besser. Dennoch bin ich mir darüber im Klaren, dass wir eventuell damit umgehen können müssen, wenn einer aus der Familie ins Krankenhaus muss oder wir zumindest unter Quarantäne stehen sollten. 

Als überzeugter Christ lege ich meine Ängste jeden Tag aufs Neue in Gottes Hände. Ich werde mir darüber bewusst, dass NICHTS in meinem Leben passieren wird, was Gott nicht zulässt. Krisen kommen seit Beginn der Menschheitsgeschichte vor und auch Pandemien sind nichts Neues. Das, was neu ist, ist die Tatsache, dass es die Industrieländer selten so sehr erwischt, wie im aktuellen Fall. Wir leben in einer Zeit, in der unser Glaube immer stärker auf die Probe gestellt wird. Trotzdem ist es wichtig, dass wir uns fokussieren und darauf vertrauen, dass Gott alles unter Kontrolle hat. 

In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du durchhältst, gesund bleibst und gestärkt aus den nächsten Wochen herausgehen wirst. 

Deine Melanie 

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So verändert Vergebung dein Leben

Vergebung – ein unheimlich machtvolles Wort. Mein Pastor hat vor einiger Zeit einmal einen Satz zitiert, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Das war an dem Abend, an dem ich mich zum ersten Mal dazu durchgerungen hatte, mit dem Pastor aus der Heimatgemeinde meines Mannes zu sprechen. Ich hatte tief in mir den Wunsch, endlich wieder in einer Gemeinde Fuß zu fassen und ein Teil einer christlichen Gemeinschaft zu sein. 

Doch meine Vergangenheit, die Angst vor dem Unbekannten und vor allem die Angst davor, dass der Versuch nicht funktioniert und ich danach wieder alleine dastehen würde, hatten mich lange Zeit daran gehindert, offen über mein Leben zu sprechen.

Und dann war es so weit. Wir sind bei uns im Wohnzimmer auf dem Sofa gesessen und ich habe meinen zukünftigen Pastor ein wenig aus meinem Leben und von meiner Angst erzählt. 

Er hat mich sehr stark dazu ermutigt, in die Offensive zu gehen und über meine Vergangenheit zu sprechen. Begründet hat er das damals damit, dass die Gemeinde mir nur helfen kann, wenn sie weiß, wobei sie mir helfen muss. Eigentlich logisch, oder? 

Wie Sünde ihre Macht über dein Leben verliert

Ziemlich am Ende unseres Gespräches hat er noch gesagt: „Weißt du Melanie, die Sünde verliert in dem Moment ihre Macht, in dem sie ausgesprochen wird!“

Ich kannte diesen Satz. Doch hatte ich ihn bis dahin immer nur mit meinen eigenen Verfehlungen in Verbindung gebracht. Erst, nachdem ihn mein Pastor im Zusammenhang mit den Sünden gebracht hat, die andere an mir begangen haben, habe ich klarer gesehen: 

Unsere Worte sind nicht einfach nur Worte. Sie können zum Segen oder zum Fluch für einen Menschen werden. 

Das, was wir über einen Menschen aussprechen, hat Macht. So viel Macht, dass einfache Worte das Leben eines Menschen so sehr beeinflussen können, dass er entweder ein starkes Selbstbewusstsein aufbaut oder im schlimmsten Fall sogar Suizid begeht. Über mich wurde viel ausgesprochen. Einige Jahre lang sehr viel, was mein Leben negativ beeinflusst hat. Immer wieder war ich kurz davor, meinem Leben ein Ende zu setzen, weil ich davon überzeugt war, wertlos zu sein.
Nach dem Gespräch mit meinen Pastor wurde mir klar, dass ich genau diese Flüche, nichts anderes ist es, wenn man über eine Person Negatives ausspricht, brechen musste. 

Sicher kannst du auch jemanden darum bitten, den Fluch zu brechen und Segen über dir auszusprechen. Mein Pastor hat auch für mich gebetet. Und das war auch wichtig. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass das funktioniert. ABER: Wenn du dich weiterhin krampfhaft an diesen Flüchen festhältst, erreicht das beste Gebet eines anderen rein gar nichts. 
Wenn du wirklich aus tiefstem Herzen möchtest,  dass sich dein Leben ändert, du in deine Berufung kommen kannst und dich in Gottes Gegenwart geborgen fühlen möchtest, dann musst du das Seil des Fluches durchtrennen! Nur so wirst du frei! 

Vergebung durchtrennt das Seil, das dich an die Vergangenheit bindet! 

Noch einmal: Die Sünde verliert in dem Moment ihre Macht, in dem sie ausgesprochen wird! 

Und jetzt bist du an der Reihe: Deine Sünde ist, dass du deinen Peinigern noch nicht vergeben hast! 

Rums! Das sitzt, stimmt´s?

Ich möchte an dieser Stelle ehrlich zu dir sein: Mir ist das irre schwer gefallen. Die hatten doch mich verletzt. Die haben doch zu mir gesagt, dass ich nichts kann. Die haben doch mich nicht für voll genommen. Die haben doch von mir verlangt, dass ich nach deren Schnauze tanze. 

Und ich? Ich habe mich zusammen mit meiner verletzten Seele in eine Ecke unter dem Tisch verkrochen, hinter Decken versteckt, damit mich auch wirklich niemand sehen kann. Und dort habe ich viele Jahre vor mich hingeschmollt, Wut und Zorn wurden zu den Kissen, in denen ich es mir gemütlich gemacht hatte und Selbstmitleid war mein ständiger Begleiter. 

Es war notwendig, dass jemand hinter diese Decken geblickt und mir die Hand gereicht hat. Doch den Rest musste ich selbst machen. Es war an mir, aus meinem Versteck hervorzukommen, mich aufzurichten, meinen Schmollmund abzulegen und in die Offensive zu gehen. 

Nach der Vergebung kommt die Freiheit!

Als ich verstanden hatte, dass ich selbst in der Hand hatte, das Seil zu durchtrennen, hat sich mein Leben fast schlagartig verändert. 

Ich war in der Lage, mich vor die Gemeinde zu stellen und um Hilfe zu bitten. Ich stand da, mit Tränen in den Augen und habe rund 60-70 Menschen, die ich zum größten Teil nur vom Sehen her kannte, darum gebeten, mir zu helfen endlich wieder ein Leben in Freiheit leben zu können. Vertrauen aufzubauen. 

Doch es war noch etwas nötig: Ich musste den Menschen, die mich so sehr verletzt hatten, vergeben. Mir wurde klar, dass ich diese Menschen und das, was sie über mein Leben ausgesprochen hatten, so lange an mich binde, bis ich ihnen vergeben hatte. 

Das war irre schwer und so ziemlich der schwierigste Schritt, den ich jemals in meinem Leben gehen musste. Aber es war wichtig.
Wir sind erst dann wirklich frei, wenn wir unseren Peinigern vergeben haben. Und damit meine ich nicht, einfach nur zu sagen: „Ich vergebe dir!“. 

Vergebung ist nur etwas wert, wenn sie von Herzen kommt.

Denn solange du die Worte, die andere über dich ausgesprochen haben, weiter in dir wirken lässt, können sie auch weiter Schaden anrichten. So lange du dich in deiner Höhle verkriechst, dich in Selbstmitleid badest und in Zorn, Wut und Unvergebenheit bettest, wird sich dein Leben nicht ändern. 

So lange du es zulässt, dass der Teufel immer und immer wieder seine Finger in die offenen Wunden bohrt und Salz hineinstreut, wirst du den Schmerz nicht los. 
Doch in dem Moment, in dem du vergibst, verliert alles Negative, was jemals über dich ausgesprochen wurde, jegliche Macht über dein Leben. 
Das Gefühl, welches dich durchströmt, wenn du von ganzem Herzen vergeben hast, ist unbeschreiblich. Manche Menschen berichten davon, dass sie sofort von einer unvorstellbaren inneren Wärme durchflutet wurden. Das war bei mir nicht so. Ich habe eine ganze Zeit gebraucht, bis der Gedanke an meine Vergangenheit keine Tränen mehr in meine Augen getrieben hat. 

Als ich aber begonnen hatte zu realisieren, was in meinem Leben alles passiert ist, seit ich offen über meine Vergangenheit sprechen kann und vor allem auch der Vergebung Raum in meinem Herzen gegeben habe, bin ich bildlich gesprochen um mehrere Zentimeter gewachsen. Mein Selbstbewusstsein wurde immer mehr gestärkt, weil ich durch die Vergebung auch nicht mehr ständig an meine Vergangenheit denken musste. 

Genau das passiert nämlich, wenn du vergibst. Du legst deine Vergangenheit in Gottes Hände und übergibst ihm die Person, die du bisher an dich gebunden hast. 
Dadurch ist in deinem Leben eine Lücke entstanden. Und diese Lücke darfst du neu füllen.

Echte Vergebung hinterlässt eine Lücke in deinem Herzen, damit Raum für etwas Neues entsteht!

In meinem Fall war das die Gemeinde, die diese Lücke gefüllt hat. Völlig unbewusst. Denn auf einmal war ich in der Lage, die positiven Aussagen über mein Leben für mich anzunehmen. Da sind Menschen in mein Leben getreten, die mir bestimmte Dinge zutrauen und mich ermutigen, den Weg, den ich eingeschlagen habe, weiterzugehen. Ich habe Freunde an meiner Seite, die mich unterstützen und mir den Rücken frei halten, wenn es nötig ist. Meine Kinder bauen Freundschaften auf und wir sind ein Teil einer christlichen Gemeinschaft.

Nach vielen Jahren der Einsamkeit ist mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung gegangen: Ich habe meine geistliche Heimat gefunden und bin Teil einer großen christlichen Familie. 

Genau das wird auch bei dir passieren, wenn du zulässt, dass echte Vergebung in dein Herz kommt und Jesus dich mit seinem Frieden erfüllen kann. 

Endlich Frei! Wenn Ketten reißen!

Vergebung frei

Das Buch “Endlich frei!” erklärt dir in fünf Schritten, wie du den Weg in die Freiheit schaffen kannst: 

  1. Die Wunden der Vergangenheit
  2. Wenn’s nicht abreißt, dann schneids ab
  3. Vergebung
  4. Selbstwert – was ist das?
  5. Ein Leben in Dankbarkeit

Zum Lesen, Durcharbeiten, Nachdenken, Beten und für die Auseinandersetzung mit deinem Leben. 

Bestellen kannst du es direkt bei mir im Shop oder überall im Handel. 

Deine Melanie

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Wie schaut dein Gebetsleben aus?

Wie gut kennst du David und seine Gebete? Also den David, den wir in der Bibel finden. Der mehr als die Hälfte der Psalmen geschrieben hat. Den David, der vor seinem eigenen Sohn fliehen und sich in den Bergen verstecken musste. 

Betender Frosch Gebet

David war ein Mann des Gebets

Er war einer der größten Männer Gottes in der Bibel. Er dient noch heute vielen Menschen als absolutes Vorbild. Man könnte fast meinen, dass David nie wirklich schlecht gelaunt war und der optimistischste Mensch war, der jemals auf dieser Erde gewandelt ist. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das so war. Also, dass David nie gezweifelt hat, nie wütend war, nie Angst hatte. David hat schlichtweg zwei grundsätzliche Dinge verstanden und das gelebt, wovon Paulus in 1. Thessalonicher 5,16–18 spricht: 1. Er war allezeit fröhlich (Vers 16) 2. Er war ein Mann des Gebetes (Vers 17) 3. Er war stets dankbar dafür, dass Gott eingreifen und er (David) als Sieger aus den jeweiligen Situationen herausgehen wird. (Vers 18)

David war deshalb ein so großer Mann Gottes, weil er ein Mann des Gebets war. Er hatte so eine tiefe innige Beziehung zu Gott unserem Vater, dass er in jeder Lebenslage zu ihm rief, ihn anflehte, den Thron bestürmte und Loblieder über die Gnade Gottes schrieb. Psalm 17 ist genau so ein Gebet. Ich möchte mich jedoch auf die Verse 1 und 6 beschränken:

Psalm 17,1 & 6 

HERR, erhöre die Gerechtigkeit, merke auf mein Schreien; vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde geht.

Ich rufe zu dir, dass du, Gott, wollest mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede.

Psalm 17,1 & 6

Gebet Header Bild Positivdenker

Beten ist Vertrauenssache

Diese beiden Zeilen zeugen wieder einmal davon, wie intensiv David zu Gott gebetet hat. Ich möchte an dieser Stelle offen und ehrlich zu dir sein: Ich bin stinkfaul und kann, wenn ich möchte, jede Menge Ausreden finden, warum ich nicht ins Gebet gehe. Lange genug habe ich diese Ausreden auch tatsächlich dazu genutzt, um wirklich nichts zu machen. Ich habe immer nur dann zu Gott geschrien, wenn die Kacke in meinem Leben dermaßen am Dampfen war, dass ich kaum mehr drüber hinausschauen konnte. Warum ich das so gemacht habe? Weil ich Angst hatte! Ich hatte Angst davor, vor Gott mein Innerstes auszuschütten.

Das das völliger Quatsch ist, weißt du hoffentlich. Mittlerweile habe ich das auch kapiert. Denn Gott weiß ohnehin, was uns beschäftigt und wie unser Leben verläuft. Aber warum sollen wir uns ihm dann überhaupt noch öffnen? Es geht um Beziehungen. Darum, dass wir als Gottes Kinder eine Beziehung zu ihm haben dürfen. Und welcher Vater, welche Mutter wünscht sich nicht, dass sich das eigene Kind einem anvertraut? Genauso, wie du dir wünschst, dass dein Kind dir so viel Vertrauen entgegenbringt, um mit dir über das zu sprechen, was es bewegt, wünscht auch Gott sich, dass du mit ihm sprichst.

 

Mit Gebet baust du deine Beziehung zu Gott auf

Wenn du dir jetzt denkst, dass du für solche intensiven Gebets-Sessions keine Zeit hast, möchte ich dir Mut machen. Denn für ein Gespräch mit Gott brauchst du nicht unbedingt extra Zeit. Du musst nicht morgens eine Stunde früher aufstehen, nur um noch Zeit für´s Gebet zu haben. Ich bewundere ehrlich gesagt die Menschen, die das jeden Tag schaffen. Ich bin ein Morgenmuffel und stehe erst auf, wenn mein Mann schon Kaffee gekocht und den Frühstückstisch gedeckt hat.

Doch Gott ist immer und überall bei dir! Psalm 16,8: „Ich habe den Herrn immer und überall vor Augen!“. Jesus ist immer bei uns. Deswegen können wir auch immer mit ihm reden. Zu jeder Tages- oder Nachtzeit, an jedem Ort. Ob du dafür Morgens eine Stunde früher aufstehst, beim Abwaschen, beim Staubsauben, beim Autofahren oder mitten im Wald: Jesus ist immer da und er wartet darauf, dass du deine Beziehung mit ihm lebst und den Mut hast, in die tägliche Kommunikation mit ihm einzusteigen.

Du weißt nicht, wie du mit Gebet deine Beziehung zu Gott stärken kannst?

Wenn du den tiefen inneren Wunsch verspürst, in eine tiefere Beziehung zu Gott einzusteigen, aber nicht weißt, wie du das machen kannst, dann gebe ich dir einen Tipp: Such dir jemanden, zu dem du Vertrauen hast und bitte diese Person, mit dir zu beten und dir den ein oder anderen Praxis-Tipp an die Hand zu geben. Du bist als Christ nicht alleine auf dieser Welt. Wir Menschen leben von Beziehungen und dürfen die Möglichkeit, voneinander zu lernen, auch in Anspruch nehmen! Im Idealfall kannst du dich mit dieser Person persönlich treffen. Wenn das aus verschiedenen Gründen nicht geht, könnt ihr euch sicherlich auch per Email oder Telefon austauschen.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du deine Beziehung zu Gott stärken und ein stabiles Gebetsleben aufbauen kannst. 

Deine Melanie 

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HERR wie lange noch? – Ist deine Geduld auch oft überstrapaziert?

Herr, schenke mir Geduld. Aber bitte sofort! 

Erst kürzlich habe ich darüber nachgedacht, warum es manchmal ewig dauert, bis sich eine Situation endlich verändert. Manchmal scheint es unendlich lange zu dauern. Wir versuchen immer und immer wieder selbst loszulegen, sind wir uns doch sicher, dass es der richtige Weg ist. Und doch laufen wir ständig gegen eine Wand. Wenn das passiert könnte man fast meinen, Gott hat einen vergessen. Geduld? Weit gefehlt!

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Mir geht das zumindest immer wieder so. Ich suche den Grund für die verschlossene Türe dann häufig bei mir und denke, dass ich vielleicht doch auf dem Holzweg bin und Gott nicht richtig gehört hatte. Dass dieser Weg, den ich vorhatte zu gehen, mein eigener Gedanke war und ich deshalb laufend gegen verschlossene Türen renne. David hatte in seinem Leben auch solche Situationen. Momente, in denen seine Geduld extrem auf die Probe gestellt wurde. Der Psalm, über den ich hier sprechen möchte, handelt von solch einer Situation.

PSALM 13

HERR, wie lange willst du mein so gar vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir? Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ängstigen in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben? Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht dem Tode entschlafe, dass nicht mein Feind rühme, er sei mein mächtig geworden, und meine Widersacher sich nicht freuen, dass ich niederlage. Ich hoffe aber darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut. 

 

David schreit zu Beginn des Psalmes wieder einmal laut zu Gott. Viermal kommt die Fragestellung „Wie lange“ in diesem kurzen Lied vor. Daran lässt sich erkennen, wie wichtig David diese Frage war. Er wollte von Gott wissen, wie lange Gott sich noch vor ihm verbirgt und der Feind die Oberhand hat.

Geduld kannst du lernen

„Herr, schenke mir Geduld. Aber bitte möglichst schnell!“ Kennst du diesen Ausspruch auch aus deinem Leben? Ich bin mir sicher, dass jeder von uns schon mehrfach in seinem Leben stark an der Geduld, die er aufbringen musste, zu knabbern hatte. Mir geht es immer wieder so. Geduld ist etwas, was sich durch das ganze Leben zieht. Und wir müssen immer wieder neu lernen, damit umzugehen, dass manche Dinge einfach Zeit brauchen. Wenn ich mich mit anderen Christen darüber unterhalte, höre ich oft heraus, dass etwas nicht so schnell vorangeht, wie sie sich das vorstellen. Zum Beispiel im Bereich Mitarbeit in der Gemeinde. Manchmal möchte man gerne in einem bestimmten Bereich mitarbeiten. Aus verschiedenen Gründen klappt es nicht und dann steht die Frage im Raum, warum es nichts wird. 

Vertraue auf Gott – er weiß was er tut!

Dieses “Warum” lässt sich auch mit der Frage “Wie lange?” gleichsetzen. Wie lange dauert noch, bis ich endlich da mitarbeiten kann wo ich möchte? Vielleicht stehst du ja selbst gerade an so einem Punkt in deinem Leben? Wenn ja, hast du dir schon einmal überlegt, dass es vielleicht gerade nicht der richtige Zeitpunkt ist, um in genau diesem Bereich einzusteigen?

Manchmal zögert Gott die Dinge einfach so lange hinaus, bis wir selbst die nötige Reife haben. Und dann, wenn wir genug gelernt haben und Gott ausreichend an uns und unserer Reife gearbeitet hat, geht es plötzlich ganz locker und leicht. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, lässt sich die Frage „Wie lange?“ mit nur einem Wort beantworten: JETZT!

Zum Nachdenken

1. Lies noch einmal den Psalm in Ruhe durch und fokussiere dich auf die Frage „Wie lange?“ Kannst du eine konkrete Situation in deinem Leben benennen, in der du noch darauf wartest, dass Gott endlich eingreift?

2. Jetzt nimm dir Prediger 3,1-15 vor und vergleiche was hier steht mit der Frage „Wie lange?“ Könnte das vielleicht eine Antwort darauf sein?

3. Wenn du ein Notizbuch benötigst, kannst du dir das Think-Positive – Notizbuch gerne direkt bei Amazon kaufen.

Ich wünsche dir viel Geduld dabei, dich in Geduld zu üben und geduldig auszuharren, bis du gelernt hast, wie man sich in Geduld übt. 

Deine Melanie 

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