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Wie schaut dein Gebetsleben aus?

Wie gut kennst du David und seine Gebete? Also den David, den wir in der Bibel finden. Der mehr als die Hälfte der Psalmen geschrieben hat. Den David, der vor seinem eigenen Sohn fliehen und sich in den Bergen verstecken musste. 

Betender Frosch Gebet

David war ein Mann des Gebets

Er war einer der größten Männer Gottes in der Bibel. Er dient noch heute vielen Menschen als absolutes Vorbild. Man könnte fast meinen, dass David nie wirklich schlecht gelaunt war und der optimistischste Mensch war, der jemals auf dieser Erde gewandelt ist. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das so war. Also, dass David nie gezweifelt hat, nie wütend war, nie Angst hatte. David hat schlichtweg zwei grundsätzliche Dinge verstanden und das gelebt, wovon Paulus in 1. Thessalonicher 5,16–18 spricht: 1. Er war allezeit fröhlich (Vers 16) 2. Er war ein Mann des Gebetes (Vers 17) 3. Er war stets dankbar dafür, dass Gott eingreifen und er (David) als Sieger aus den jeweiligen Situationen herausgehen wird. (Vers 18)

David war deshalb ein so großer Mann Gottes, weil er ein Mann des Gebets war. Er hatte so eine tiefe innige Beziehung zu Gott unserem Vater, dass er in jeder Lebenslage zu ihm rief, ihn anflehte, den Thron bestürmte und Loblieder über die Gnade Gottes schrieb. Psalm 17 ist genau so ein Gebet. Ich möchte mich jedoch auf die Verse 1 und 6 beschränken:

Psalm 17,1 & 6 

HERR, erhöre die Gerechtigkeit, merke auf mein Schreien; vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde geht.

Ich rufe zu dir, dass du, Gott, wollest mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede.

Psalm 17,1 & 6

Gebet Header Bild Positivdenker

Beten ist Vertrauenssache

Diese beiden Zeilen zeugen wieder einmal davon, wie intensiv David zu Gott gebetet hat. Ich möchte an dieser Stelle offen und ehrlich zu dir sein: Ich bin stinkfaul und kann, wenn ich möchte, jede Menge Ausreden finden, warum ich nicht ins Gebet gehe. Lange genug habe ich diese Ausreden auch tatsächlich dazu genutzt, um wirklich nichts zu machen. Ich habe immer nur dann zu Gott geschrien, wenn die Kacke in meinem Leben dermaßen am Dampfen war, dass ich kaum mehr drüber hinausschauen konnte. Warum ich das so gemacht habe? Weil ich Angst hatte! Ich hatte Angst davor, vor Gott mein Innerstes auszuschütten.

Das das völliger Quatsch ist, weißt du hoffentlich. Mittlerweile habe ich das auch kapiert. Denn Gott weiß ohnehin, was uns beschäftigt und wie unser Leben verläuft. Aber warum sollen wir uns ihm dann überhaupt noch öffnen? Es geht um Beziehungen. Darum, dass wir als Gottes Kinder eine Beziehung zu ihm haben dürfen. Und welcher Vater, welche Mutter wünscht sich nicht, dass sich das eigene Kind einem anvertraut? Genauso, wie du dir wünschst, dass dein Kind dir so viel Vertrauen entgegenbringt, um mit dir über das zu sprechen, was es bewegt, wünscht auch Gott sich, dass du mit ihm sprichst.

 

Mit Gebet baust du deine Beziehung zu Gott auf

Wenn du dir jetzt denkst, dass du für solche intensiven Gebets-Sessions keine Zeit hast, möchte ich dir Mut machen. Denn für ein Gespräch mit Gott brauchst du nicht unbedingt extra Zeit. Du musst nicht morgens eine Stunde früher aufstehen, nur um noch Zeit für´s Gebet zu haben. Ich bewundere ehrlich gesagt die Menschen, die das jeden Tag schaffen. Ich bin ein Morgenmuffel und stehe erst auf, wenn mein Mann schon Kaffee gekocht und den Frühstückstisch gedeckt hat.

Doch Gott ist immer und überall bei dir! Psalm 16,8: „Ich habe den Herrn immer und überall vor Augen!“. Jesus ist immer bei uns. Deswegen können wir auch immer mit ihm reden. Zu jeder Tages- oder Nachtzeit, an jedem Ort. Ob du dafür Morgens eine Stunde früher aufstehst, beim Abwaschen, beim Staubsauben, beim Autofahren oder mitten im Wald: Jesus ist immer da und er wartet darauf, dass du deine Beziehung mit ihm lebst und den Mut hast, in die tägliche Kommunikation mit ihm einzusteigen.

Du weißt nicht, wie du mit Gebet deine Beziehung zu Gott stärken kannst?

Wenn du den tiefen inneren Wunsch verspürst, in eine tiefere Beziehung zu Gott einzusteigen, aber nicht weißt, wie du das machen kannst, dann gebe ich dir einen Tipp: Such dir jemanden, zu dem du Vertrauen hast und bitte diese Person, mit dir zu beten und dir den ein oder anderen Praxis-Tipp an die Hand zu geben. Du bist als Christ nicht alleine auf dieser Welt. Wir Menschen leben von Beziehungen und dürfen die Möglichkeit, voneinander zu lernen, auch in Anspruch nehmen! Im Idealfall kannst du dich mit dieser Person persönlich treffen. Wenn das aus verschiedenen Gründen nicht geht, könnt ihr euch sicherlich auch per Email oder Telefon austauschen.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du deine Beziehung zu Gott stärken und ein stabiles Gebetsleben aufbauen kannst. 

Deine Melanie 

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Ein Gedanke zu „Wie schaut dein Gebetsleben aus?

  1. Mir geht es ähnlich. Immer und immerwieder ertappe ich mich dabei, dass ich Gott vermeide, weil ich mich furchtbar fühle. Unwürdig, nicht liebenswert. Ich weiß, dass es nicht stimmt, aber wenn es passiert, dann passiert es einfach automatisch, ich erkenne es erst im Nachhinein.
    Dankbarkeit hilft, wie du sagst. Aber auch um dankbar sein zu können, muss ich erst erkennen, dass ich auf Autopilot bin.
    Ich frage mich immer wieder, warum ich nur noch selten die Tiefe erreichen kann, die ich am Anfang – vor 36 Jahren – in meiner Beziehung zu Gott hatte. Ist es, weil ich damals noch so jung und idealistisch war? Sind es die Sünden, die in all den Jahren Spuren hinterlassen haben? Oder ist es, weil der geistliche Kampf heute größer ist als vor Jahren?

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